Bald nach dem Tode von Morihei Ueshiba (1969) haben seine Meisterschüler eigene Aikido-Schulen gegründet.
Alle fühlen sich dem Aikido verpflichtet, haben aber je nach Blickwinkel unterschiedliche Aspekte entwickelt.
Dies sehe ich nicht als einen Verfall des ursprünglichen Aikido, sondern als Bereicherung in der Vielfalt, die Aikido von Grund ausbietet.
Das hat keine Beliebigkeit. Ich denke, dass die Grenze dort erreicht ist, wo die Wurzel verlassen wird, — wenn Aikido zur Kampfkunst oder gar Kampfsport verkommt, — wenn es nicht mehr um den Weg zur Harmonie der Lebenskräfte geht.
Es ist gut sich im Laufe der Trainingsjahre auch einmal bei anderen Schulen umzuschauen. Allerdings sollte man zu Beginn sich zunächst einer Richtung anvertrauen und diese gut studieren, dann erst wird man auch aus anderen Richtungen neue Aspekte mit Freude aufnehmen können.